Fit durch den Winter: 2 tolle Trainingsideen für dich und dein Pferd 1


Wenn man im Winter auf dem Pferd friert, ist es höchste Zeit sich anders warm und fit zu halten. Wie wäre es da mal mit etwas mehr Bewegung mit und neben dem Pferd? Stefanie Seidl hat da zwei Trainingsideen für Pferd und Reiter gegen kalte Wintertage:

Langzügel und Doppellonge nicht nur als Winterarbeit für Pferd und Mensch

Leider geraten sowohl die Doppellongen- als auch die Langzügelarbeit immer mehr in Vergessenheit. Derweil eignen sie sich bestens als Wintertraining.

Mit der Doppellonge eröffnet sich eine völlig neue Art des Longierens. Die Einwirkmöglichkeiten auf das Pferd sind ja viel größer als an der gewöhnlichen Longe, da man hier sowohl Führung außen als auch die Einwirkung innen zur Verfügung hat und durch die unterschiedliche Führung der Doppellonge das Pferd auch auf versch. Weise trainieren kann.

Mein Favorit ist und bleibt aber der Langzügel. Sämtliche Seitengänge, Pirouetten, Piaffe, Passage etc. können hier genauso erarbeitet werden wie bei der Arbeit an der Hand oder unter dem Sattel. Der Langzügel bietet nicht nur eine tolle Abwechslung für Pferd und Mensch, sondern ist für mich aus der gymnastizierenden Arbeit vom Boden aus auch gar nicht mehr wegzudenken.

Nicht nur für Großpferde, sondern v. a. auch für Kleinpferde, Ponys oder gar Shettys wird`s hier interessant! Denn der Langzügel bietet deren Besitzern die einzigartige Möglichkeit, auch diese Pferde sinnvoll zu trainieren. Ich bekomme immer mehr Zuwachs an Schülern mit Ponys und Shettys, die ihre Pferde nicht nur als „Rasenmäher“ und süße Beistellpferde halten, sondern nebenbei auch sinnvoll beschäftigen und gymnastizieren wollen.

Die Arbeit am Langen Zügel verlangt sehr viel Vertrauen sowie eine gute Kommunikation zwischen Pferd und Mensch und bringt das Pferd-Mensch-Paar dadurch noch viel näher zusammen; sie werden geradezu zu einer Einheit.

Die Vorteile der Langzügel- und Doppellongenarbeit liegen also auf der Hand:

  • Muskelaufbau, z. B. bei älteren oder jungen Pferden, die der Belastung vom Sattel aus nicht bzw. noch nicht gewachsen sind und trotzdem schonend aufgebaut werden sollen, Pferde in Rekonvaleszenz oder Pferde mit vorhandenen Muskelproblemen
  • Geraderichtung, d. h. Korrektur der natürlichen Schiefe und Finden der Balance bzw. des Gleichgewichts
  • Vorbereitung des Pferdes auf Lektionen unter dem Sattel durch Erarbeitung von Stellung/Biegung auf dem Zirkel, Geraderichtung, Seitengänge, Versammlung, halbe Tritte, Piaffe etc.
  • Gute Übersicht, d. h. der Reiter sieht von unten aus viel mehr von dem, was er vom Sattel aus oft nur fühlen kann. Dadurch erhält man als Reiter ein noch besseres Verständnis für sein Pferd, die richtige Gymnastizierung sowie die einzelnen Lektionen hierfür und schult damit sein Verständnis für biomechanische Zusammenhänge
  • Ein weiterer Vorteil dieser Arbeit: Im Winter wird dabei nicht nur dem Pferd schön warm

Gerne gebe ich auch Kurse, die Dir die Arbeit am langen Zügel oder mit der Doppellonge erklären und näher bringen. Hierfür einfach eine kurze Anfrage an mich schicken.

Stefanie Seidl – ganzheitliches Pferdetraining (Österreich)


Trainer und Lehrgänge zum Thema:

Hier findest du Reitlehrer zu diesen Themen auf PferdeTermine.de: Trainer Doppellonge, Trainer Langzügel


Über Stefanie Seidl - Ganzheitliches Pferdetraining

Ziel meines Unterrichts ist die Harmonie zwischen Pferd und Reiter; das Pferd soll sich durch Sitz und Schenkel vom Reiter lenken lassen. Durch die Zügel wird nur eine lockere Verbindung zum Gebiss gehalten. Dabei ist es wichtig, das Pferd in den einzelnen Lektionen nicht zu überfordern, sondern seine Stärken herauszuarbeiten. Dazu gehören aber auch die artgerechte Haltung, der respektvolle Umgang, die freiwillige Mitarbeit des Pferdes sowie ein gezieltes Muskeltraining und eine auf die Biomechanik des Pferdes abgestimmte Gymnastizierung, um das physische und psychische Wohl des Pferdes zu fördern, so dass es den Reiter in allen Lektionen tragen kann, ohne Schaden zu nehmen. Wir wollen das höchst mögliche Niveau unter Beachtung der Natur des Pferdes erreichen. Das Ideal ist die perfekte Balance des Pferdes. Die Vorhand des Pferdes soll frei sein, es soll sich auf die Hanken setzen, Last mit der Hinterhand aufnehmen und lernen zu tragen, immer dazu bereit, sich vorwärts-abwärts zu dehnen und Kontakt zur Reiterhand zu suchen. Das Pferd bestimmt dabei die Zeit, die es für die Ausbildung benötigt, nicht der Mensch. Das klassische Ausbildungskonzept eignet sich grundsätzlich für Jeden, egal ob Turnier-, Freizeit- oder Westernreiter. "Die Dressur dient dem Wohle des Pferdes, nicht das Pferd der Dressur." - Bent Branderup "Klassisches Reiten heißt natürliches Reiten – ohne Zwang, nur mit sehr viel Gefühl und Geduld. Dabei ist der Weg das Ziel." - Egon von Neindorff "Ein Pferd wird nie seines Reiters überdrüssig werden, welcher sowohl Feinfühligkeit als auch Takt besitzt, denn es wird nie über seine Fähigkeiten hinaus beansprucht werden" - Nuno Oliveira „Idealerweise und theoretisch sollte es keinen Unterschied zwischen der klassischen Schule und dem Dressursport geben: In der Praxis ist er jedoch vorhanden. ...Das Ziel der klassischen Schule ist es, das Pferd durch eine logische und psychologische Ausbildung zu gymnastizieren. Der Dressursport möchte den Pferden Lektionen für den Wettbewerb beibringen.“ - Kurt Albrecht: Dogmen der Reitkunst, 1994 Meine Angebote: Reitunterricht (auch mobil) Beritt Hand- und Longenarbeit Arbeit am Langzügel Ausbildung von Jungpferden Möglichkeit der Aufnahme von Gastschülern und Berittpferden


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